Gesellschaftspolitik
Burnout – Die neue Volkskrankheit

In den 1970er Jahren ist der Begriff „Burnout“ erstmals im Zusammenhang mit Sozialarbeiten aufgetreten. Oftmals sind die sozialen
Berufe stark gefährdetet, man unterscheidet in zwei Burnout – Gefährdeten Gruppen. Zum einen sind es Menschen in pflegerischen,
sozialen und pädagogischen Berufen, diese Menschen sind intensiven Belastungen ausgesetzt wie z.B. sie kümmern sich um
andere, vernachlässigen jedoch die eigene Gesundheit. Zu der zweiten Gruppe zählen Menschen in Führungspositionen, durch
hohen Arbeitsdruck und dem Zeitmangel besteht hier eine akute Belastung, und dann noch für mehrere Bereich zuständig.
Beide Gruppe sind hoch gefährdetet durch hohem Zeitmangel und dem Arbeitsdruck.

„Arbeitsdruck und Zeitmangel – Der Tag hat nur 24 Stunden.“
Durch die neue Generation und den neuen Technologien wird es für Arbeitnehmer immer schwieriger abzuschalten. Durch das

hohe Aufkommen von Sozialen Netzwerken und dem Diensthandy kommen viele Menschen in den Drang einen 24 Stunden
Tag zu haben, die Erwartungen an den Arbeitnehmer und die ständige Verfügbarkeit nehmen zu. Die Arbeitswelt hat einen
Wandel genossen.
Das Risiko an einem Burnout zu kranken hat sich dadurch gestärkt. Jedoch ist es im Moment schwer diese in einer Statistik
einzugliedern, da die Burnout-Erkrankung keine Krankheit ist, nach der ICD-10 ist sie nur eine Zusatzdiagnose und gilt als Problem
der Lebensbewältigung im Sinne einer schweren Überforderung. Jedoch haben die Zahlen der Krankschreibungen in Zusammenhang
mit Burnout zugenommen seit 2004 um 700 Prozent.
(Quelle: Bundes-Therapeutenkammer)

Menschen, die an Burnout erkrankt sind leiden stark unter einer geistigen, körperlichen und seelischen Erschöpfung. Es ist eine

Krankheit mit fatalen Folgen, dass Gefährliche am Burnout ist, dass diese Erkrankung sich schleichend entwickelt und die
Betroffenen erst nach Jahren an einem Punkt gelangen, wo nichts mehr geht, die Batterien sind aufgebraucht und sie sind
total erschöpft und ausgebrannt. Die häufigsten Anzeichen für ein Burnout sind, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Gefühl des
Versagens, ein mangelndes Interesse am Beruf und an den Aufgaben macht sich deutlich. Das Gedächtnis leidet darunter und
es kommt zu Konzentrationsstörungen. Viele erkrankte leiden zunehmend an Schlafstörungen, es macht sich eine Verzweiflung
breit bis hin zur Hoffnungslosigkeit. Bekommt ein Körper nicht genug Schlaf so wird er Erschöpft und bricht unter dem Druck
nach Perfektion und Belastungen zusammen und man fühlt sich ausgebrannt. Zu dem kommen chronische Müdigkeit,
Stimmungsschwankungen, Ärger und Angstgefühle hin zu bis hin zu Panikattacken. Das Engagement der Arbeitnehmer lässt
nach, sie sind Reiz anfälliger und werden zu nehmend Aggressiv, diese Menschen haben das Gefühl ausgeliefert zu sein und
nichts mehr auf die Reihe zu bekommen. Sie suchen nach dem Sinn des Lebens und stellen sich oftmals die Frage nach dem
Sinn der Tätigkeit. Es folgen die soziale Isolation, sie fühlen sich von Freunden, dem Partner und den Kollegen unverstanden
und ziehen sich aus dem Leben zurück. Es kommt vermehrt zu Selbstzweifel sowie zu körperlichen Beschwerden, Hobbies werden
aufgegeben und oftmals kommt der Alkohol ins Spiel – sie trinken um abschalten zu können. Oder nehmen sogar Aufputschmittel,
in pflegerischen Berufen greifen viele Menschen zu Medikamente als Linderung der Symptome. Auffallen tut dieses nicht wirklich,
denn es wird nicht für jedes Medikament eine Strichliste geführt, bei Betäubungsmittel sieht es schon anders aus, hier ist es vom
Gesetzgeber klar Definiert, dass eine Liste geführt werden muss. Jedoch ist es nicht ganz unmöglich auch an Betäubungsmittel
zu gelangen. Nur fällt dieses im Laufe der Zeit auf.

Wie entsteht Burnout?
Burnout entsteht, wenn die Betroffene nicht mehr dem Leistungsdruck im Beruf gerecht werden, es mag daran liegen, dass sich

Arbeitnehmer selbst „Handschellen“ anlegen und die Termine und Kundenbesuche in einem engen Zeitrahmen legen. Sie werden
ständig von Kunden und Klienten gefordert und müssen mehr und mehr leisten in weniger Zeit. Jedoch spielt der Druck aus der
Führungsebene auch eine große und bedeutende Rolle. Viele haben den Eindruck nur noch eine Puppe zu sein, die die ausführende
Kraft sein muss. Sie fühlen sich mehr und mehr unwohler und haben das Verlangen nach Anerkennung. Jedoch bleibt diese in den
meisten Fällen aus. Durch Persönlichkeitsfaktoren wird die Entstehung von Burnout begünstigt und verstärkt.

Zu den häufigsten Persönlichkeitsfaktoren, die einen Burnout verstärken ist zum einen der Perfektionismus. Die Arbeitnehmer haben
hohe Anforderungen an sich selber, alles muss perfekt werden, und sie setzen sich hohe Ziele. Das ist nicht nur im Beruf der Fall,
sondern auch im Privatleben. Sie wollen stets Hochleistungen vollbringen und erlauben sich keine Fehler. Viele wollen die Welt
verändern und spielen im Berufsleben sowie im Privatleben den Märtyrer.

Auch der Ehrgeiz spielt mit, denn wenn man das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein, bedeutet es das man unter einem geringen
Selbstwertgefühl leidet. Sie stellen immer wieder ihre Leistungen gegenüber den anderen unter Beweis um Anerkennung zu erhalten.
Da jedoch kein großer Erfolg ihr Selbstwertgefühl steigern kann, springen diese Menschen von einer Herausforderung zur nächsten.
Sie kommen nicht zur Ruhe und fühlen sich ständig gehetzt und sind innerlich sowie äußerlich ständig in Unruhe. Zu den stark
gefährdeten Menschen zählen die mit dem sogenannten Helfersyndrom. Diese Menschen wollen jedem und allen helfen und haben
für alles ein offenes Ohr. Sie sind immer für alle anderen da und vernachlässigen sich. Man muss auch mal „Nein sagen können“ –
Menschen die nicht nein sagen können sind gefährdet da sie sich schwertun, anderen etwas abzuschlagen. Sie können keine
Grenzen aufführen setzen. Sie werden oft ausgenutzt und fühlen sich leicht überfordert, da sie es den anderen Recht machen
wollen. Jedoch gelingt es ihnen nicht.

Autor: Marcel Stratmann
© Familien-Partei Deutschlands Kreisverband Coesfeld/Borken
Diese Texte sind Urheberrechtlich geschützt.
Schaut nicht weg – Schaut hin!
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